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4. Juli 2012 Abzockerinitiative

Zum Glück hat Thomas Minder seine Initiative nicht zurück genommen.
Der Name Abzockerei ist natürlich populistisch und unglücklich. Aber es geht doch primär um die Eigentumsrechte der Aktionäre,  die mit der Initiative (siehe Initiativtext) klar und einfach gestärkt werden. Die Initiative fördert das Unternehmertum gegenüber dem Managertum! 
Wie der Economiesuisse argumentiert (siehe Pressemitteillung)  ist eher peinlich. Gerade das Managertum ist doch eine grosse Gefahr für die Volkswirtschaft. Mit der Annahme von Minder's Initiative können wir uns  wieder auf die schweizerische Tugend der Basisdemokratie zurück besinnen und der Welt ein starkes und nötiges Zeichen setzten!  

Sogar die NZZ besinnt sich etwas: Eliten müssen der Gesellschaft dienen

 

 

 

1. April 2011, SNB-Devisenkäufe

Ich teile die Ansicht, dass Blocher und seine Strammen, die grossen Verluste der Devisenintervention mit einem Tea-Party-Populismus politisch missbrauchen und eine vernünftige Diskussion vergiften. Dies führt nun dazu, dass nur noch SVP abgegrenzt, entweder für die Hildebrand-SNB  oder dagegen positioniert werden kann und somit die Deviseninterventionen vom März 2010 bis Mai 2010 nicht mehr wirklich neutral beurteilt werden können.
Über den Sinn und den Langzeitnutzen von Deviseninterventionen kann man geteilter Auffassung sein, aber die disziplinierte und richtige Ausführungsweise ist immer die entscheidende Voraussetzung.

Die erste Devisenintervention zu Gunsten des Euros von Mitte März 2009 war völlig überraschend, kurz (2h) und zielkräftig (2-4 Mrd. CHF). Sie hievte den Kurs EUR/CHF innert Kürze von 1.47 auf 1.53. Der CHF verharrte dann ohne nennenswerten zusätzlichen Interventionen bis zum Ausbruch der Griechenlandkrise im Dezember 2010 über der psychologisch wichtigen Marke von 1.50 (siehe Chart). Warum war die Intervention relativ erfolgreich:
1.    „Überraschend und kräftig“, hat viele Spekulanten auf dem falschem Fuss erwischt und zum Eindecken ihrer Positionen mit Verlust gezwungen.
2.     Makrolage stimmte, im März 2009 lagen alle und alles am Boden und es konnte noch niemand vom kleinen Wirtschaftswunder CH ahnen.

Die zweite grosse Devisenintervention zu Gunsten des Euros von Ende März bis anfangs Mai 2010 war für jedermann ersichtlich, wochenlang und unbeschränkt (gut 100 Mrd. CHF) verteidigend zwischen 1.42 und 1.43. Warum wurde diese Intervention zum GAU für die Hildebrand-SNB:
1.    Makrolage stimmte überhaupt nicht mehr, Börsen und Weltwirtschaft waren auf Erholung gestimmt, insbesondere in der CH und Deutschland, aber in Südeuropa begann die extrem belastende Schuldenkrise.
2.    Die Intervention war dilettantisch, jeder Spekulant wurde quasi  eingeladen CHF zu kaufen, Put-Optionen auf EUR/CHF wurden durch die lange Interventionsphase praktisch gratis (free lunch).

Gerade die Mundell-Fleming „Impossible Trinity“ (siehe Graphik) zeigt, dass die SNB bei so schweren Verwerfungen wie mögliche Staatsbankrotte Europäischer Staaten durchaus elegantere Möglichkeiten wie Kapitalrestriktionen für Spekulanten (close capital account) gehabt hätte, die in dieser Extremsituation auch von ausländischen Partnern evtl. verstanden worden wären.

Um den grossen materiellen Verlust zu rechtfertigen, kreierte das SNB-Direktorium um Hildebrand das Damoklesschwert eines gefährlichen Deflationsszenarios, welches aber gerade für die robuste CH-Wirtschaft im Frühjahr 2010 nicht mehr wahrscheinlich war. Zudem verstieg sich Hildebrand zu Aussage, dass unsere Devisenreserven im Vergleich zur Wichtigkeit des Finanzplatzes historisch zu klein waren. Anstatt die fehlerhafte Intervention als unglückliche Wirtschaftshilfe für unsere Maschinenindustrie zuzugeben, untergräbt sich das SNB-Direktorium selbst noch die intellektuelle Ehrlichkeit, welche sie im Kampf  für eine höhere Eigenmittelausstattung der Grossbanken unbedingt bräuchte.
Hat es doch eigentlich für Hildebrand gut angefangen. Während die Haltinger-Finma den Bankentsunami völlig verschlief, hat die SNB das Zepter noch rechtzeitig übernommen...schreib die UBS gerettet. Sicher was dies nur mit der grossen Schützenhilfe des FED möglich, aber es klappte. Dann die erfolgreiche 1. Devisenintervention im März 2009 und das unermüdliche Vorantrieben der absolut sinnvoll höheren Eigenkapital-Anforderungen für die Grossbanken, welche lange gut ankamen. Warum gibt sich dann Hildebrand, der nicht nur vom akademischen Elfenbeinturm kommt, sondern auch noch mit grosser Markterfahrung ausgestattet ist (Hedgefund Moore Capital und CIO von UBP), zu einer so unkontrollierten Blösse hin.
Dies kann man meines Erachtens nur tiefenpsychologisch am Mensch Hildebrand erklärt werden.
Genau darum zeigt es aber klar, dass die sogenannten unabhängigen Notenbank auch nur von Menschen mit ihren persönlichen Stärken und Schwächen geführt werden. Da den Vorsitzenden der meisten Notenbanken kein adäquates Kontrollorgan gegenüber steht, haben sie teilweise eine absolutistische Machtfülle...oft wir gemunkelt, dass eigentlich der Vorsitzende vom FED der mächtigste Mann der Welt ist. Wer hinterfragt QE2 oder unkontrollierte Devisenkäufe, die mehr an einen Zauberlehrling als an die wissenschaftlich fundierte Preis- und Finanzstabilität errinnern. Darum ist es wichtig, dass in Zukunft auch Notenbanken strengere Kontrollorgane mit klaren Limiten bekommen. Leider haben es die bürgerlichen Mitteparteien (weltweit) verpasst für den Finanzmarkt mit Geschäftsbanken und aber auch Notenbanken die richtigen Weichen zu stellen. Dass jetzt bei der SNB die SVP oder beim FED  die Tea-Party die Vordenker sein sollten, ist sehr unglücklich, aber passt gut in die Zeit.

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1. März 2009, die finale Versicherung

Für die eiserne Versicherung (3 bis 10% vom Vermögen) mischen Sie etwas physisches Gold (auf keinen Fall Papiergold wie Metallkonten, Futures oder Zertifikate) ins Depot oder legen einige Gold-Münzen in den Tresor. Zur Bewältigung der Finanzkrise betreten wir unter der Führung des FED's Neuland ("Quantitative Lockerung") und niemand weiss so recht, wo das mittelfristig hinführt. Tatsache ist, dass das westliche Finanz-system im Herbst 2008 bankrott ging. Dank Billionen von Staatshilfen und Bürgschaften wird das Finanzsystem am Funktionieren erhalten. Auch ein Staat kann nicht unendlich Schulden machen. Aber wo liegt der kritische Verschuldungsgrad, ist es letzten Ends nicht eine psychologische Grenze des Vertrauens? Die Passiv-Seite ist doch mathematisch fix (Schulden sind nominell) und die Aktivseite variabel, je nach  Preisbildung. Meines Erachtens hat somit auch jeder Staat eine Verschuldungs-grenze, nur die Höhe und den Zeitpunkt kennen wir nicht. Ein Staat mit eigener Währung kann als letztes Mittel noch zur Notenpresse greifen, was dann oft zu einer Währungskrise führt. Auf jeden Fall bezweifle ich, dass die jetzt geschaffene, riesige Notenbankgeldmenge in der Zukunft einfach wieder abgeschöpft werden kann. Somit ist die Gefahr gross, dass wir mittelfristig bestenfalls eine stark anziehende Inflation oder schlimmstenfalls eben eine Währungskrise mit möglichem Staatsbankrott haben werden.

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